Besitzer neuerer Notebooks können sich glücklich schätzen. Ihre Geräte haben einen Slot für Expresscards, mit denen nicht nur der Zugang zum mobilen Internet erweitert und beschleunigt wird, sondern sich auch in der Zukunft noch viele hochinteressante Anwendungsmöglichkeiten eröffnen. Die Hersteller hatten etwa ab Ende 2004, Anfang 2005 begonnen, ihre Laptops und Notebooks mit diesem neuen Standard auszurüsten. Es handelt sich dabei um einen rund 5,4 Zentimeter breiten Schacht, der sowohl "große" sprich 54 Millimeter breite Expresskarten aufnimmt als auch "kleine" mit einer Breite von 34 Millimetern. Diese kleinere Variante wird mittels einer Führungsschiene, die rechts im Schacht angebracht ist, in ihre korrekte Position geführt. Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Expresscards, die unterschiedliche Funktionen ausüben. So kann man zum Beispiel mit einer Expresscard SSD (steht für solid state drive) die Speicherkapazität enorm erweitern. Führt man dagegen eine Expresscard UMTS (steht für universal mobile telecommunications systems) in das Notebook ein, dient es als UMTS-Modem und gewährt sofort Zugang zum UMTS-Netz. Alle Internetdienste können dann mit rund sechsfacher ISDN-Geschwindigkeit (konkret bis zu 384 KBits pro Sekunde) in Anspruch genommen werden. Egal, ob man E-Mails mit großen Anhängen empfangen oder versenden möchte, ob Video- oder Multimedia-Downloads gewünscht werden - alles wird mit einer Expresscard UMTS zuverlässig und blitzschnell erledigt. Wer sogar "Formel-1"-Tempo für seine Geschwindigkeit beim Surfen und Datenübertrag wünscht, der kann mit dem Beschleuniger HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) noch kräftig einen drauflegen. Anfangs hatten nicht alle Mobilfunkunternehmen dieses Update im Angebot, da das Funknetz dafür zunächst aufgerüstet werden musste. T-Mobile und Vodafone machten damals den Anfang. Inzwischen aber haben auch kleinere Unternehmen nachgezogen und ein Preis- und Leistungsvergleich lohnt sich. Für die Netzabdeckung bekommen nach wie vor Vodafone und T-Mobile in User-Foren die besten Noten. Wer nicht sicher ist, ob sein mobiles Endgerät bereits einen Slot für Expresscards besitzt, der schaut sich die Schächte näher an und hält zunächst nach einem Kaninchen als Symbol Ausschau. Einige Hersteller kennzeichnen den Slot auch mit den Buchstaben "EX" oder "EC". Sollte man nicht fündig werden, dann bitte in den Schacht, der - wie gesagt - etwa 5,4 Zentimeter breit sein muss, hineinschauen. Wenn rechts eine Führungsschiene sichtbar ist, handelt es sich um einen Slot für Expresskarten.