LTE hat etwas vom "Raumschiff Enterprise" an sich - alles scheint wirklich und doch hat es mit dem richtigen Leben nicht viel zu tun. Während das bei der "Enterprise" wohl auf ewig so bleiben wird, ist der LTE-Standard unmittelbar auf dem Sprung, die Massenkommunikation zu revolutionieren. Dank LTE (Long Term Evolution) sind bislang ungeahnte Geschwindigkeiten und Anwendungsmöglichkeiten im mobilen Internet zum Greifen nah. Und das nicht nur für eine kleine privilegierte Minderheit, sondern für den gesamten Markt. Bei LTE geht es jedoch nicht nur um Geschwindigkeiten. Auch die Qualität wird einen Quantensprung machen. Das gilt vor allem bei der Sprachqualität beim Telefonieren. Die kristallklare Sprachübertragung, die man davon erwarten darf, wird auch auf die Bildübertragung erweitert und die Videotelefonie in einem überschaubaren Zeitraum zum alltäglichen Standard machen. Selbst vom Handy aus kann man dann störungsfrei an Videokonferenzen teilnehmen. Möglich wird das alles durch das neue 4G-Mobilnetz, das schon bald weltweit flächendeckend verfügbar sein wird. Nicht mehr lang, dann wird das Wort "Funkloch" aus dem Duden verschwinden. Was die Geschwindigkeit der Datenübertragung dank LTE-Standard anbelangt, so ist sie schlicht schwindelerregend. Wenn das superstarke Netz erst einmal voll funktionsfähig ist, wird man mit bis zu 150 MBits pro Sekunde mobil surfen können. Zum Vergleich: UMTS erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 7,2 MBits pro Sekunde; dem durchschnittlichen Kunden werden allerdings nur 3,6 MBits pro Sekunde zur Verfügung gestellt. Natürlich wird auch mit dem LTE-Standard nicht jeder sofort die maximale Geschwindigkeit nutzen können - die Unterschiede werden dennoch atemberaubend sein. Doch zurück in die Gegenwart. Wer an dem neuen Standard teilhaben möchte, kann seine mobile Hardware mit einer Expresscard LTE aufrüsten. Das ist allerdings nur möglich, wenn Notebook oder Laptop mit einem Slot für Expresskarten ausgerüstet sind. Das ist bei Modellen der Fall, die circa ab Ende 2004, Anfang 2005 hergestellt worden sind. Der Einführschacht für Expresskarten ist rund 5,4 Zentimeter breit. Bei einigen Modellen ist er mit einem Kaninchen gekennzeichnet, bei anderen mit den Buchstaben "EX" oder "EC". Wo das alles fehlt, hilft ein Blick ins Innenleben des Slots. Wenn an der rechten Seite eine Führungsschiene erkennbar ist, dann wird es sich um einen Slot für Expresskarten handeln.